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Lac de Orient
27.09.2012 - 22:12 von gerd


Der Gnadenlose Lac de Orient


Nun war es also soweit meine verkorkste erste Tour wieder gut zu machen, und für Gerd stand die Erste Tour an Frankreichs zweit größten See an. Wir trafen uns nachmittags bei Gerd zu hause um von dort aus los zu fahren aber erstmal stand das verstauen der Ausrüstung im meinem Sharan an.Zwei Boote und Diverse Alukisten Taschen usw. mussten untergebracht werden was aber auf Anhieb klappte.

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Wir tranken noch einen Kaffee, und nachdem sich Gerd sich von seiner Evelyn verabschiedet hatte ging es ab in Richtung Luxemburg. Bei meiner Ersten Tour hatte ich ja die volle Breitseite an Hochwasser abbekommen und so hofften wir das diese mal ein normales fischen möglich war. Die Fahrt verlief ohne Komplikationen und so kamen wir nachts am Lac de Orient an. Wir fuhren direkt zu dem Angelplatz wo ich im Juni fischte um uns von dort aus ein überblick vom Wasserstand zu verschaffen und der war gewaltig gesunken. Da wir noch reichlich Zeit hatten fuhren wir noch zu Lac de Temple um uns auch dort den Wasserstand in Augenschein zu nehmen. Es stand nun die Entscheidung an wo wir die nächsten 10 Tage fischen wollten. Wir einigten uns auf den Lac de Orient (Was wir besser nicht getan hätten) dazu später mehr. Wir fuhren zurück an den Orient und versuchten ein wenig Augenpflege zu betreiben, nach ca. 2 Stunden wurde es dann Hell und da lag er nun vor uns der Orient. Wir machten ein paar Holländer aus, die am Staumauer Platz fischten sonst war kein Dome in sicht was ich für sehr merkwürdig empfand!!! Nach einer kurzen Lagebesprechung war noch reichlich Zeit um uns zu fuß ein Paar Plätze an zu schauen. Wir einigten uns das wir auf einer Landzuge rechts vom Hafen zu fischen. Nun war es an der Zeit für Gerd eine Lizenz zu holen ich hatte ja meine Lizenz noch von der Tour im Juni . Freunde!!! Was wir dann erlebten war eine Tortur!!! Der Bäcker in Hafennähe gab angeblich keine Karten mehr aus In Troyes waren gleich zwei Läden Pleite gegangen , Ein Blumenladen hatte nur Karten für die Flüsse in der Umgebung, Ein anderer Angelladen hatte keine Karten mehr vorrätig usw. ich hatte ehrlich gesagt die Schnauze schon voll da sah Gerd durch Zufall einen Angelladen der eine nicht übliche Größe für Frankreich hatte (Riesig) dort bekamen wir dann endlich die Angel und Bootslizenz für Gerd. Mittlerweile war der billige Sprit den wir in Luxemburg getankt hatten schon verbraucht und somit mussten wir noch nachtanken bevor wir wieder zu Orient fuhren. Dort angekommen hieß es nun die Boote klar zu machen und auf den Angelplatz über zu setzten. Endlich kann der Urlaub beginnen dachte ich mir so als ich auf dem Wasser den See auf mich einwirken ließ. und ich träumte schon von den großen Orient Karpfen. Als wir auf der Landzunge ankamen war auch schon das Träumen vorbei Schlamm bis zu den Knien machten das entladen der Boote zum Kraftakt.

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Wir bauten unsere Domes und das Versorgungs-Schirmzelt auf einer höher gelegen stelle auf und tranken erstmal einen Kaffee. Die Rodpods wurden schnell auf Position gebracht und dann hieß es Loten bis der Arzt kommt. Die Echos zeigten uns Kraut an bis auf eine Distanz von 250 Meter na toll dachte ich!! Das wird ja wieder der Hammer wenn Wind auf dem See steht. Gerd fand auf seiner Seite Krautfreie stellen in einer Tiefe von 2 bis drei Metern und ich entschied mich für die Krautkante auf 200 bis 250 Meter in einer Tiefe von 8 Metern die von mir entworfenen Marker wurden noch gesetzt und dann ging das Fischen los.

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Wie wir schon befürchtet hatten ließ der Wind nicht lange auf sich warten und dazu kam dann auch noch Regen. Wir verzogen uns in die Zelte und hauten uns erstmal aufs Ohr. Am nächsten Morgen staunten wir nicht schlecht als wir aus dem Domes kamen. Die Boote lagen trocken und das Wasser war um 4 Meter gefallen .In einer Nacht um 4 Meter sagte ich zu Gerd wenn das sich in den nächsten Tagen so weiter geht dann werden wir unseren spaß haben und so sollte es dann auch passieren. Wir bekamen tagsüber besuch von einem Franzosen der mir während des Gesprächs sagte das der Orient nach den Schulferien massiv abgelassen wird, .und das waren keine guten Aussichten für uns. Wir konnten keinerlei Aktivitäten verzeichnen und Gerd musste durch den Verlust des Wassers nach 3 Tagen seine Plätze aufgeben und wechselte auf meine Seite wo eine Rinne von 6 bis 8 Meter Tiefe war. Wir bauten alles um den Mittlerweile hatten wir 35 Meter Land dazu gewonnen Land was sage ich da, 35 Meter Schlamm!!!!!

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Die Tage vergingen wie im Flug und leider auch ohne Aktivitäten .Am See war nichts los es waren gerade mal 3 Domes zu sehen bei dem Franzosen der auf einer Landzunge vor uns am Fischen war lief genauso viel wie bei uns nämlich gar nichts. In der 5 Nacht bekam ich dann um 23.48 einen zaghaften Lauf nach dem Anhieb hatte ich noch ca. 5 Sekunden Kontakt zum Fisch bevor er sich in einer Krautbank festsetzte ich sprang ins Boot und fuhr Richtung Fisch der aber kurz darauf ausstieg so eine Schei…… dachte ich und fuhr zurück zum Platz ich bemerkte dabei nicht das ich durch eine Krautbank fuhr und zerschoss mir den Motor der ohne hin schon ne Macke hatte.

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Am Platz angekommen wo Gerd schon voller Erwartung stand fragte ich ihn ob er Werkzeug dabei habe, nein wozu, und was ist mit dem Fisch!!! Mein Kommentar dazu war Fisch weg Motor kaputt noch Fragen…. Ich entschied mich nachts zum Auto zu gehen um Werkzeug zu holen um den Motor zu Reparieren was mir auch gelang. Das Wetter schlug um und wir hatten Sonne und Glatzenwasser, wir beobachteten das Wasser in der Hoffnung das wir Fische sehen würden aber leider nichts null keine Fische zu sehen. Gerd was machen wir falsch fragte ich und wir kamen beide zum gleichen Ergebnis wir machten nichts falsch es waren einfach keine Fischen da .

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Ich änderte trotzdem zwei Ruten was aber auch nicht den erhofften Erfolg brachte es blieb uns nichts anderes übrig als ab zu warten bis der ein oder andere Fisch sich auf unsere Plätze verirrte. Wir genossen die Sonne und ließen alle 5 gerade sein. Wir hatten insgesamt 5 mal Besuch von Franzosen die uns alle samt bestätigten das wir die Plätze gut gewählt haben, aber bei so stak fallenden Wasser sind die Erfolgsausichten gleich Null ,und nur abwarten ein Ziel wäre bis die Fische in unseren bereich ziehen würden. Wir holten alles aus der Trickkiste raus aber wo keine Fische sind ist nichts zu machen. So vergingen die Tage wir hatten trotzdem unseren Spaß und ließen uns unseren Urlaub nicht verderben wir schmiedeten Pläne für die Zukunft und wir waren uns aber beide einig das der Lac de Orient darin nicht vorkommen wird.

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Am letzten Tag holte ich dann abends die Marker rein und teilte Gerd bei meiner Ankunft am Platz mit das wir nicht geblankt hätten!!! Er schaute mich verdutzt an und meine ob ich nicht alle Latten am Zaun hätte ich zeigte ihn einen Marker und er bekam sich vor lachen nicht mehr ein. Ein kleiner Fische ca. 3 Zentimeter lang hatte sich im Wirbel unter den Marker verfangen es waren also doch Fische am Platz wir haben nur in einer Falschen Tiefe gefischt!!!!!!

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Es ist jetzt das 2 mal das ich ohne Erfolg den Lac de Orient befischt habe beide male wegen den dort herrschenden Umständen einmal Hochwasser und einmal stark fallendes ich weiß ehrlich gesagt nicht wann die beste Jahreszeit ist den Orient zu befischen von meinen Kontakten her weiß ich das der Oktober favorisiert wird aber ich tue mir die dort herrschenden Schlammwüsten nicht an es hat uns jetzt schon gereicht was wir an Schlamm hatten .Jeder blank motiviert uns es beim nächsten mal besser zu machen aber ich gehe davon aus das der Lac de Orient eine Niederlage für mich bleiben wird die ich aber locker wegstecken werde.. Im diesen Sinne wünschen wir diejenigen die dort mehr erfolg haben weiterhin NUR DIE DICKEN.

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Gruß
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